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Auch bei diesem Konstruktionsprinzip geht es um das Streben nach einem möglichst geringen Tragwerksanteil. Da die Unterkonstruktion vollständig entfällt, bedeuten Ganzglastragwerke das Optimum an Transparenz.

 

Ganzglasschalen wirken nach dem Prinzip alter Gewölbebauten. Jedes einzelne Glaselement gibt den Druck (Schub) der oberhalb liegenden Elemente an die darunter liegenden weiter und wirkt so als statisch tragendes Bauteil. Die bei anderen Konstruktionsprinzipien übliche Aufgabenteilung der statisch tragenden Unterkonstruktion und des Raumabschluss bildenden Glaselementes wird hier aufgehoben und das Glaselement übernimmt beide Funktionen.

 

Das Tragvermögen einer Ganzglasschale hängt im Wesentlichen von der absolut genauen Einhaltung der gewählten Geometrie ab. Eine hohe Montagegenauigkeit und die Fixierung der Konstruktion durch geeignete Spannelemente, wie z.B Seile, ist hier essentiell wichtig. Die  Realisierung von Ganzglastragwerken stellt unbestritten die Königsdisziplin aller Konstruktionsverfahren mit Glas dar.